Jalousien, Dämmung & Terrasse – So halten Sie Ihr Haus im Sommer kühl

Im Sommer macht sich der Klimawandel immer stärker bemerkbar. Unwetter und Temperaturstürze wechseln sich mit Hitzewellen ab. Seit Anfang der 80er Jahre steigt das Thermometer in den Sommermonaten immer weiter Richtung 40 Grad. Wird Ihr Haus mit der Hitze fertig? Wie viel Grad hat es nach ein bis zwei Wochen Rekordtemperatur in Ihrem Wohnzimmer? 

Gerade in alten Gemäuern, deren Dämmung nicht auf dem aktuellen Stand ist, die keine Jalousien eingebaut haben und bei denen sich die Fensterdichtungen allmählich auflösen, kann die Hitze fast ungehindert in den Wohnraum eindringen und macht vor allem älteren Bewohnern zu schaffen. Dann sollten Sie dringend über eine Hausrenovierung nachdenken und einen effektiven Sonnenschutz nachrüsten. Denn der Sommer wird in Zukunft immer heißer. Hier stellen wir Ihnen 5 effektive Renovierungsmaßnahmen vor, mit denen Sie die Hitze im Sommer langfristig draußen halten. 

1. Wärmedämmung & isoliertes Dach 

Zugegeben, ein neues Dach und eine neue Fassade sind recht aufwendig und die Renovierungskosten nicht gerade günstig. Aber ohne eine gute Wärmedämmung bringen Ihnen Jalousien oder gar eine Klimaanlage auch nichts, denn die heiße Luft von außen dringt viel zu schnell in Ihr Haus ein. Beim Neubau können Sie viel mit der Bauweise und den verbauten Materialen beeinflussen: massive Wände können Wärme besser speichern und halten Innenräume dadurch länger kühl. Bei einem älteren Haus helfen eine neue, gedämmte Außenfassade, abgedichtete Fenster sowie ein besser isoliertes Dach. Vielleicht wollten Sie sowieso demnächst die Fassade und das Dach renovieren, dann ist das die optimale Gelegenheit zur Wärmedämmung. Ein weiterer Vorteil: Eine gute Wärmedämmung hält im Sommer nicht nur die Hitze draußen, sondern sorgt im Winter auch für geringere Heizkosten. Der Effekt funktioniert nämlich auch andersherum, dann bleibt die Kälte draußen und das Wohnzimmer schön warm. 

Vorteile Wärmedämmung:

  • effektiv, gerade für Altbauten
  • senkt die Heizkosten im Winter
  • wertet die Immobilie deutlich auf

Hier finden Sie weitere Informationen und eine kostenlose Erstberatung zum Thema Hausrenovierung: Hausrenovierungen mit der Nürminger Group

2. Fenster mit Jalousien abdunkeln

Wenn Sie Ihre Wände und das Dach ausreichend gedämmt haben, dringt die Hitze in erster Linie durch die Fenster ein – vor allem wenn die Sonne ungehindert in den Innenraum scheint. Deshalb sollten Sie Ihre Fenster tagsüber abdunkeln und die Hitze gar nicht erst ins Haus lassen. Das ist besonders effektiv, wenn Sie tagsüber nicht zu Hause sind und deshalb komplett abdunkeln können. Dann ist Ihr Haus abends bei Ankunft schön kühl. Die kostengünstigste und flexibelste Möglichkeit zum Abdunkeln von Fenstern sind Rollos, Plissees, Folien oder Vorhänge für den Innenraum. Diese gibt es für fast alle Fenstergrößen und können ohne zusätzliche Renovierung angebracht werden. Nachteil: Wird der Sonnenschutz erst hinter der Scheibe angebracht, gibt diese trotzdem Wärme in den Raum ab und die Sonneneinstrahlung wird nur um ca. 25 Prozent gemindert.

Wesentlich effektiver ist eine Beschattung von außen, zum Beispiel durch Jalousien und Außenrollladen. Dadurch kann sich die Fensterscheibe nicht erhitzen und die Sonneneinstrahlung wird um 70 bis 80 Prozent verringert. Mit einem Vorbaurollladen können Sie auch nachträglich an Ihrem Haus Rollladen nachrüsten und somit die Sonne je nach Bedarf aussperren. Weitere Alternativen sind Markisen, Sonnensegel oder Sonnenschirme vor den Fenstern bzw. an der Außenwand, die einen Schatten auf das Fenster werfen, ohne es komplett abzudunkeln. Diese eignen sich zum Beispiel für Balkon- oder Terrassentüren, die Sie tagsüber nicht mit Jalousien versperren wollen.  

Vorteile Jalousien:

  • verhindert 70-80 % der Sonneneinstrahlung
  • flexible Steuerung der Helligkeit
  • zusätzlicher Schutz gegen Einbrecher 

Alle wichtigen Informationen rund um das Thema Wohnraummodernisierung finden Sie hier: Wohnraummodernisierung – von der Planung bis zur Schlüsselübergabe

3. Hausautomation durch Smart Home

Was hat Smart Home mit Hitze zu tun? Ganz einfach: Sie müssen sich nicht mehr darum kümmern. Das Smart Home misst selbstständig die Temperatur im Innenraum und hält diese konstant. Mit einer automatisierten Jalousiesteuerung fährt es je nach Bedarf und Sonneneinstrahlung die Rollladen selbstständig hoch und runter. Das hält Ihr Haus kühl, sorgt für genügend Licht für Ihre Pflanzen und hält Einbrecher auf Abstand, wenn Sie mal zwei Wochen im Urlaub sind. Im Winter sorgt das Smart Home ebenfalls für komfortable Wärme und übernimmt neben den Jalousien auch noch die Heizungssteuerung. Das spart langfristig Energie und durch Sprachsteuerung mit Alexa, Google und Co. ist die Bedienung kinderleicht. 

Vorteile Smart Home:

  • hoher Komfort durch automatische Regulierung
  • einfach per Funk nachrüstbar
  • übernimmt im Winter die Heizungssteuerung

Smart Home ist nicht nur ein Thema für Neubauer. Per Funk können Sie die intelligente Haussteuerung auch in Ihrem Haus ohne größere Umbaumaßnahmen nachrüsten. Hier erfahren Sie mehr: Smart Home nachrüsten bei der Hausrenovierung

4. Helle Farben & freie Flächen im Wohnraum

Prinzipiell gilt: Je dunkler und vollgestopfter Ihre Räume sind, desto mehr staut sich darin die Hitze. Der Grund: Helle Farben reflektieren die Hitze besser als dunkle Farben. Wenn Sie also weiße Wände haben, dann nehmen diese nicht so schnell Hitze auf. Das Gleiche gilt für Möbel, Terrassenplatten, Teppiche, Vorhänge und auch für Jalousien. Zudem wirken Innenräume durch freie Flächen kühler und frischer. Machen Sie beim Frühjahrsputz also ruhig etwas Platz im Haus und verstauen Sie dunkle Teppiche, große Kuscheltiere und flauschige Decken den Sommer über im Keller oder auf dem Dachboden. 

Vorteile helle Raumgestaltung:

  • helle Farben sind modern & freundlich
  • steigert den Wohlfühlfaktor
  • einfach & schnell umsetzbar

Was im Sommer die Hitze abhält, sorgt im Winter für mehr Helligkeit im Haus: Große Fenster & helle Fliesen bringen mehr Licht ins Haus 

5. Terrasse oder Balkon zum Abkühlen

Wer einmal bei einer erfrischenden Brise im Schatten eines Sonnenschirms auf der Terrasse oder dem Balkon ein Nickerchen gemacht hat, der möchte diese Möglichkeit zur Abkühlung nicht mehr missen. Wenn Sie die Möglichkeit zum Anbau haben, dann sollten Sie diese nutzen. Eine Terrasse oder ein Balkon steigert die Lebensqualität im Sommer deutlich, vor allem in Kombination mit einem schönen Ausblick auf den grünen Garten. Dann ist es auch nicht mehr so schlimm, wenn es im Haus etwas heißer ist. Schließlich können Sie sich jederzeit raus in den Schatten setzen. Und laue Sommerabende lassen sich auch viel besser im Freien genießen. Bei den Terrassenplatten sollten Sie wiederum auf eine helle Farbe achten. Dann wird der Boden im Sommer nicht so heiß und im Winter gelangt mehr Lichtreflektion durch die Terrassentür ins Innere. 

Vorteile Terrasse bzw. Balkon:

  • der perfekte Ort für heiße Tage
  • entspannt durch Frischluft & Natur
  • wertet die Immobilie auf

Tipps zur Abkühlung im Alltag:

Auch ohne eine komplette Hausrenovierung können Sie die Temperatur in Ihrem Wohnraum senken. Aber langfristig hilft nichts so gut gegen die Hitze wie eine Wärmedämmung, automatisierte Jalousien und eine Terrasse zum Abkühlen. Hier sind ein paar Tipps für den Alltag, die Sie schnell, einfach und kostengünstig umsetzen können:

a) Elektrogeräte abschalten

Große Elektrogeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine, Fernseher, Computer, Stereoanlage etc. verbrauchen nicht nur viel Strom, sondern produzieren dabei auch Wärme. Verzichten Sie an heißen Tagen lieber auf Mahlzeiten aus dem Backofen. Und ziehen Sie von Geräten im Stand-by-Modus den Stecker – auch das kann helfen.    

b) Morgens & abends richtig durchlüften

Im Sommer die Fenster die ganze Zeit „auf Kipp“ stehen zu lassen bringt überhaupt nichts. Dann kommt nachts kaum Kälte und tagsüber trotzdem Hitze rein. Öffnen Sie lieber zu den kühlen Tageszeiten alle Fenster und Türen gleichzeitig und lüften Sie ein paar Minuten ordentlich durch. Tagsüber werden die Fenster dann richtig verschlossen, um die Hitze auszusperren. 

c) Ventilatoren aufstellen

Fakt ist: Ventilatoren kühlen die Temperatur im Raum nicht herunter, denn sie haben gar kein Bauteil zum Kühlen. Aber durch den Luftzug und die Bewegung im Raum wird die Hitze doch etwas erträglicher. Außerdem kann der Ventilator flexibel positioniert werden. Zum Beispiel morgens am offenen Fenster, um schneller kühle Frischluft ins Haus zu transportieren.  

d) Viel trinken

Zugegeben, das hat jetzt nichts mehr mit Hausrenovierung oder Raumgestaltung zu tun. Aber viel trinken ist wichtig und wird von den meisten Menschen vernachlässigt. Denn an heißen Tagen verliert der Körper mehr Flüssigkeit und fühlt sich dadurch schneller erschöpft und müde. Deshalb sollten Sie immer frisches Wasser in Reichweite haben. 

Warum keine Klimaanlage?

Klimaanlagen sind in vielen heißen Ländern äußerst populär, in privaten Haushalten in Deutschland aber weniger sinnvoll: 

  • Zunächst ist die Anschaffung recht teuer und die mobile Klimaanlage kann nur einen einzelnen Raum kühlen. Die Wirkung verpufft also relativ schnell wieder. 
  • Zudem verbraucht eine durchschnittliche Klimaanlage monatlich so viel Strom wie eine Kühl- und Gefrierkombination im ganzen Jahr. 
  • Die heiße Luft aus dem Innenraum wird durch einen Abluftschlauch nach außen transportiert, meist durch einen Fensterspalt. Durch diesen dringt dann ebenso wieder Hitze ein, diese Lösung ist also nicht besonders effektiv. 
  • In Deutschland ist es nur ein paar Wochen im Jahr wirklich heiß, den Rest der Zeit muss die Klimaanlage irgendwo sicher verstaut werden. 

Sie wollen Ihr Haus hitzebeständig renovieren und brauchen ein paar Tipps von echten Handwerker-Profis? Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine Nachricht: Kontakt zur Nürminger Group in Burgoberbach 

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