Das Leben verändert sich – ihr Haus kann das auch!

Es gibt vielfältige Gründe ein Haus zu renovieren: der Neuerwerb einer Immobilie, die Instandhaltung des Eigenheims, ein Generationenwechsel der Bewohner oder einfach die sich ändernden Bedürfnisse. Zugrunde liegt allen derselbe Wunsch: ein Heim, das die eigene Persönlichkeit ausdrückt und in dem man sich wohlfühlt.

Sie stellen fest, dass sich etwas ändern muss? Nehmen Sie sich Zeit und definieren Sie Ihre Wünsche und Erwartungen. „Was gefällt mir?“ „Wie fühle ich mich wohl?“ Sammeln Sie Bilder von Häusern und Einrichtungen, die Ihnen gefallen und schließen Sie Dinge, die Ihnen nicht zusagen aus.

Begrenzen Sie sich nicht – lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf! Wenn Sie sich sicher sind und Ihr Konzept klar formuliert haben, beginnen Sie mit der Planung und Umsetzung.

Der Innenraum

Erste Schönheitsreparaturen wie Streichen oder Tapezieren sind meist schon nach wenigen Jahren nötig. Hier ist, je nach Umfang, auch schnell selbst Hand angelegt. Idealerweise wird die notwendige Reparatur gleich für eine Auffrischung des Looks genutzt und ist von neuen Farbigkeiten und Materialien inspiriert.
Reichen frische Farbe und neue Dekomaterialien allein nicht aus, um Ihre Vorstellungen umzusetzen, beginnen die Bauarbeiten.

Vergleicht man 30 Jahre alte Architekturpläne mit Grundrissen von heute, werden schnell die Unterschiede klar: helle, großzügige Räume, Sichtachsen und fließend ineinander übergehende Wohnbereiche stehen der klassischen Aufteilung von Flur, Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlaf- und Kinderzimmer gegenüber. Doch kann der Wunsch nach Weite und Großzügigkeit durch das Entfernen von Wänden und die Modifikation von Türen und Fenstern erfüllt werden. Wird darüberhinaus noch mehr Platz benötigt, bietet sich der Dach- und/oder Kellerausbau an.

Große Offenheit erreicht man durch einen Anbau oder Wintergarten, der sich zur Terrasse oder in den Garten öffnet.

Planen Sie vorausschauend und generationenübergreifend, bodeneben ist hier das Stichwort. Verzichten Sie auf Türschwellen und sehen Sie eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 80 cm (für Rollator) oder 90 cm (für Rollstuhl) bei den Türen vor. Für das moderne Badezimmer ist Barrierefreiheit und eine bodenebene Dusche schon nahezu Standard.

Die Haustechnik

Aufgrund der schnellen Entwicklung und im Hinblick auf Energieersparnis und Nachhaltigkeit empfiehlt sich nach etwa 30 Jahren auch die Renovierung der Technik innerhalb des Hauses. Dazu gehören die Sanitäranlagen, die Heizung und die Elektrik.

Häufig gibt es nach einem Umbau auch zu wenige oder falsch platzierte Steckdosen. Und ist man schon einmal dabei, bietet es sich auch an, in alle Räume TV-Buchsen, Telefonanschluss und Netzwerkkabel für den Computer legen zu lassen.

Auch wenn der alte Heizkessel noch seinen Dienst verrichtet, die Energieausbeute ist meist nicht mehr effizient. Mit einem neuen Brennwertgerät können Sie Ihre Energiekosten bis zu 30 Prozent senken. Eventuell muss bei einem Austausch des Heizungssystems der Schornstein, an dem dieses angeschlossen ist, saniert werden. Wird das Heizsystem gewechselt, ist es oft auch ratsam, die Heizkörper zu tauschen.

Moderne Design-Heizkörper sind nicht nur optisch ein Gewinn, sie sparen häufig auch Energie.

Der Außenraum

Nicht nur die Innenräume brauchen nach einigen Jahren einen neuen Anstrich – für die Hausfassade gilt dasselbe. Hier stellt sich neben dem Erscheinungsbild schnell die Frage nach Energieeffizienz und Kosten, kann doch allein über die Fassade etwa ein Viertel der Energie verloren gehen. Eine wichtige Modernisierungsmaßnahme ist daher, die Außenwand des Hauses zu dämmen. Meist wird ein Wärmedämmverbundsystem auf dem noch stabilen Altputz aufgebracht und anschließend neu verputzt.

Wird nicht gedämmt und nur gestrichen, muß vorher zusätzlich der Putz ausgebessert werden. Sollte eine Außenwand wegen Denkmalschutzbestimmungen oder der Optik nicht von außen gedämmt werden können, kann auch von innen isoliert werden. Aber Achtung! Eine solche Innendämmung erfordert viel handwerkliche Genauigkeit, da es ansonsten zu Schimmelbildung im Wohnraum kommen kann.

Energieeffizienz und weite lichte Räume zeichnen heute das moderne Eigenheim aus.

Checkliste

  • Vor Beginn der Renovierung detaillierte Bestandsaufnahme des Hauses durch
  • einen Fachmann, so dass während des Umbaus keine Überraschungen auftauchen
  • Festlegung eines Renovierungs-Budgets
  • Genaue Vorplanung aller Gewerke
  • Auswahl kompetenter Handwerks- Partner
  • Projektplan und Terminierung durch Architekten

Fenster und Haustüre

Auch bei Fenstern und Türen sind Wärmeund Einbruchschutz, Haltbarkeit und Aussehen ein Thema. Die Modernisierungskosten hängen hier sehr von der Anzahl, der Bauart und vom gewünschten Wärmeschutz ab. Unterschiede zwischen Holz und Kunststoff halten sich in Grenzen. Auch bei einer neuen Hauseingangstür hat der Hauseigentümer die Qual der Wahl.

Kriterien sind auch hier nicht nur das individuelle Design sondern ebenfalls Einbruchschutz und gute Wärmedämmung.

Das Dach

Wer modernisiert, sollte auch für eine sinnvolle Dämmung des Daches sorgen. Viele Altbauten – aber auch Häuser jüngeren Datums – sind meist gar nicht gedämmt. Hausbesitzer, die ihr Haus erst nach dem 1. Februar 2002 erworben haben, sind gesetzlich in einer „Nachrüstpflicht“ und müssen nachträglich eine Dämmung einbringen.

Je nach Sanierungsschritt kann es sinnvoll sein, das Hausdach gleich mit zu erneuern. Entsprechend dem Haustyp und der örtlichen Baubestimmung steht von Tonziegeln über Betonpfannen bis Schiefer eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Auswahl.

Energiecheck und Fördermittel

Über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau im Internet unter www.kfw.de) gibt es viele Fördermöglichkeiten für Maßnahmen zur Wärmedämmung – von neuen Fenstern, über die Heizungsanlage bis hin zu regenerativer Energieversorgung (z.B. Solar-, Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen).

Machen Sie die Energiesparchecks unter www.klima-sucht-schutz.de und informieren Sie sich über Fördermittel für die Modernisierung Ihres Eigenheims!

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